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Edition Timpert

QR-Art & Poesie - Eine Symbiose von Malerei, Digitaltechnik und Lyrik

Diese Serie ist nicht nur ein Beispiel für die Verschmelzung traditioneller Kunstformen mit modernen Medien, sondern auch ein tiefgehender Dialog zwischen visueller und literarischer Ästhetik. Inspiriert von den Wortspielen und der experimentellen Lyrik des Wiener Dichters Ernst Jandl, gelingt es Niesen, eine neue Dimension der Kunstrezeption zu erschaffen.

Der innovative Einsatz von QR-Codes ist eines der zentralen Merkmale dieser Werkgruppe. Jeder Code, der in die Gemälde integriert ist, eröffnet den Betrachtern die Möglichkeit, durch eine App auf weiterführende Informationen zuzugreifen. Dazu gehören Details wie Titel, Technik, Format und das Entstehungsjahr der Werke sowie der jeweilige Gedichtstext. Diese Integration von Technologie erweitert die klassische Kunstbetrachtung und lädt die Rezipienten ein, über die visuelle Erfahrung hinauszugehen.

Der QR-Code fungiert hier als Brücke zwischen der physischen und der digitalen Welt. Durch das Scannen des Codes wird die Leinwand nicht nur ein Träger von Farben und Formen, sondern ein interaktives Medium, das Geschichten erzählt und zum Nachdenken anregt. Niesen nutzt diese Technologie nicht als bloßes Gimmick, sondern als integralen Bestandteil der Kompositionen, wodurch sie die Grenzen der traditionellen Malerei aufbricht.

Die Einbettung von Gedichten Ernst Jandls in die Werke verleiht der Serie eine poetische Tiefe. Jandl, bekannt für seine avantgardistische und spielerische Sprache, inspiriert Niesen dazu, Wort und Bild miteinander zu verweben. Seine Gedichte, die oft durch Wortspiele, Reduktion und klangliche Experimente auffallen, finden in Niesens Gemälden eine visuelle Entsprechung.

Die Handschrift von Jandls Gedichten, die fragmentarisch in die Bilder eingebettet ist, schafft eine intime und persönliche Ebene. Sie lädt den Betrachter dazu ein, die Worte zu entziffern und mit den visuellen Elementen in Beziehung zu setzen. Diese Verschmelzung von Malerei und Poesie erzeugt eine synästhetische Erfahrung, bei der Sehen und Lesen ineinander übergehen.

Der Tagesplan

Mischtechnik, Materialmix auf Leinwand

80 x 40 cm

2015

frei und schlecht

Mischtechnik, Materialmix auf Leinwand

80 x 40 cm

2015

Jetzt lege ich mich schlafen

Mischtechnik, Materialmix auf Leinwand

80 x 40 cm

2015

Sommerlied

Mischtechnik, Materialmix auf Leinwand

80 x 40 cm

2015

Die Stelle

Mischtechnik, Materialmix auf Leinwand

80 x 40 cm

2015

Zweierlei Handzeichen

Mischtechnik, Materialmix auf Holz

50 x 20 cm

2015

Ottos Mops

Mischtechnik, Materialmix auf Holz

80 x 60 cm

2015

Sieben Kinder

Mischtechnik, Materialmix auf Holz

80 x 40 cm

2015

Korrespondenz

Mischtechnik, Materialmix auf Holz

50 x 60 cm

2016

Fünfter sein

Mischtechnik, Materialmix auf Holz

70 x 50 cm

2015

Calypso

Mischtechnik, Materialmix auf Holz

70 x 50 cm

2015

anatomisches Selbstbildnis

Mischtechnik, Materialmix auf Holz

60 x 50 cm

2015

Der digitale Dichtring – Poesie in Bewegung

Mit dem digitalen Dichtring wird Barbara Niesens Verbindung von Malerei, Poesie und digitaler Technik interaktiv erfahrbar. Wählen Sie einen der drei Dichter – Ernst Jandl, Christian Morgenstern oder Rainer Maria Rilke – und bringen Sie die fünf mit Motiven aus den jeweiligen Werkserien gestalteten Ringscheiben in Bewegung.

Aus den Versen des gewählten Dichters entsteht bei jeder Drehung ein neues, zweistrophiges dadaistisches Gedicht. Das persönliche Ergebnis kann anschließend als PDF an die eigene E-Mail-Adresse versandt werden.

Malerei: Barbara Niesen

Erfindung und Konzeption des Dichtrings: Robert Niesen

Barbara Niesen · Interaktive Poesie

Wähle den Dichter. Dreh die Ringe. Der Zufall schreibt ein neues Gedicht.

Fünf Werke bilden fünf bewegliche Ringe. Ihre Endpositionen entscheiden, welche Verse sich begegnen – als dadaistische Neukomposition zwischen Bild, Sprache und Zufall.

↻ am Rad ziehen & loslassen

Jede Ausgabe ist eine zufällige Neukombination und gibt kein Gedicht vollständig wieder. Malerei © Barbara Niesen. Erfinder des Dichtrings: Robert Niesen. Jandl-Texte mit Genehmigung der PENGUIN RANDOM HOUSE Verlagsgruppe GmbH. Texte von Christian Morgenstern und Rainer Maria Rilke: gemeinfrei. Gestaltung & Edition © 2026 Der Kulturvernetzer.

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